Weiter: Arbeiten an Text-Dateien, Zurück: Eine Quelldatei übersetzen, Nach oben: Erste Schritte
LilyPond fügt einige Bestandteile des Notenbildes automatisch hinzu. Im nächsten Beispiel sind nur drei Tonhöhen angegeben, aber LilyPond setzt trotzdem einen Schlüssel, eine Taktangabe und Notendauern.
{
c' e' g' e'
}
Diese Einstellungen können verändert werden, aber in den meisten Fällen sind die automatischen Werte durchaus brauchbar.
Die Tonhöhen werden mit Kleinbuchstaben eingegeben, die den Notennamen entsprechen. Es ist jedoch wichtig zu wissen, dass LilyPond in seiner Standardeinstellung die englischen Notennamen verwendet. Bis auf eine Ausnahme entsprechen sie den deutschen, deshalb wird die Voreinstellung von LilyPond für diese Übung beibehalten. Die Ausnahme ist das h – in LilyPond muss man anstelle dessen b schreiben! Das deutsche b dagegen wird als bes notiert, ein his dagegen würde bis geschrieben. Siehe auch Kap. Versetzungszeichen und Notenbezeichnungen in anderen Sprachen, hier wird beschrieben, wie sich die deutschen Notennamen benutzen lassen.
Am einfachsten können Noten im \relative-Modus
eingegeben werden. In diesem Modus wird automatisch
angenommen, dass das Intervalle zwischen der vorhergehenden
und der aktuellen Note höchstens eine Quarte beträgt. Fangen
wir unser erstes Notationsbeispiel mit einer Tonleiter an.
\relative c' {
c d e f
g a b c
}
Die erste Note ist ein eingestrichenes C. Jede folgende Note befindet sich höchstens eine Quarte von der vorhergehenden entfernt – das erste ‚C‘ ist also das nächste C vom eingestrichenen C aus gerechnet. Darauf folgt das nächstmögliche D in Bezug auf die vorhergehende Note. Mit diesen Regeln können auch Melodien mit größeren Intervallen gebildet werden:
\relative c' {
d f a g
c b f d
}
Dieses Beispiel beginnt nicht mit dem eingestrichenen C. Die erste Note (das ‚D‘) ist das nächste D vom eingestrichenen C aus gerechnet.
Um Intervalle zu notieren, die größer als eine Quarte sind, können
wir die Oktave verändern. Mit einem Apostroph ' (Taste Shift+#)
direkt hinter dem Notennamen wird die Oktave um eins erhöht, mit einem Komma
, um eins
erniedrigt.
\relative c'' {
a a, c' f,
g g'' a,, f'
}
Um eine Notenhöhe um zwei oder mehr Oktaven zu verändern,
werden sukzessive '' oder ,, benutzt – es muss
sich dabei wirklich um zwei einzelne Apostrophen und nicht um das
Anführungszeichen " (Taste Shift+2) handeln. Auch
die Anfangsoktave für einen \relative c'-Abschnitt kann so
verändert werden.
Die Tondauer einer Note wird durch eine Zahl bezeichnet, die direkt auf den Notennamen folgend eingegeben wird. ‚1‘ für eine ganze Note, ‚2‘ für eine halbe Note, ‚4‘ für eine Viertelnote und so weiter. Notenhälse werden automatisch hinzugefügt.
\relative c'' {
a1
a2 a4 a8 a
a16 a a a a32 a a a a64 a a a a a a a a2
}
Wenn keine Dauer bezeichnet wird, wird die der vorhergehenden Note verwendet. Für die erste Note ist eine Viertel als Standard definiert.
Um punktierte Noten zu erzeugen, wird einfach ein Punkt ‚.‘
hinter die Notendauer geschrieben.
\relative c'' {
a a a4. a8
a8. a16 a a8. a8 a4.
}
Eine Pause wird genauso wie eine Noten eingegeben; ihre Bezeichnung ist ‚r‘.
\relative c'' {
a r r2
r8 a r4 r4. r8
}
Die Taktangabe kann mit dem \time-Befehl definiert werden:
\relative c'' {
\time 3/4
a4 a a
\time 6/8
a4. a
\time 4/4
a4 a a a
}
Der Notenschlüssel kann mit dem \clef-Befehl gesetzt werden:
\relative c' {
\clef treble
c1
\clef alto
c1
\clef tenor
c1
\clef bass
c1
}
Hier ist ein kleines Beispiel, dass all diese Definitionen beinhaltet:
\relative c, {
\time 3/4
\clef bass
c2 e8 c' g'2.
f4 e d c4 c, r4
}
- Eingabe von Tonhöhen und -dauern
- siehe Tonhöhen und Tondauern.
- Pausen
- siehe Pausen.
- Taktangeben und andere Zeitangaben
- siehe Taktangabe.
- Notenschlüssel
- siehe Notenschlüssel.
Weiter: Arbeiten an Text-Dateien, Zurück: Eine Quelldatei übersetzen, Nach oben: Erste Schritte
Diese Seite ist für LilyPond-2.11.31 (Entwicklungszweig).
Fehler bitte an http://post.gmane.org/post.php?group=gmane.comp.gnu.lilypond.bugs melden.
Your suggestions for the documentation are welcome.